Schutz vor Online-Betrug

Wir sagen Betrügern den Kampf an.

NextGen Social Media soll Betrügern mehr Hürden in den Weg stellen: mit klaren Regeln, nachvollziehbaren Meldungen, konsequenter Moderation und – nach vollständiger Freigabe – einer bestätigten Personenidentität für privilegierte Kontakte und Veröffentlichungen.

Vier Schutzschichten

Betrug erschweren, Hinweise prüfen, Wiederholungen stoppen.

Kein einzelner Mechanismus reicht aus. Deshalb verbindet das geplante Modell Identität, Meldungen, verhältnismäßige Maßnahmen und Schutz vor Sperrumgehung.

  1. Identität als zusätzliche Hürde

    Nach Freigabe soll für risikoreiche Kontakte und Veröffentlichungen nicht nur eine E-Mail-Adresse genügen. Die Prüfung soll eine Handlung einer bestätigten Person zuordnen, ohne öffentliche Klarnamen zu verlangen.

  2. Auffälligkeiten nachvollziehbar prüfen

    Meldungen und Hinweise auf Identitätstäuschung werden fallbezogen bewertet. Automatische Systeme dürfen vorsortieren, aber einen schweren Regelverstoß nicht ungeprüft feststellen.

  3. Konsequent und verhältnismäßig handeln

    Bei bestätigten schweren Verstößen können Inhalte entfernt, Kontakte eingeschränkt, Sitzungen beendet und Konten gesperrt werden. Betroffene sollen eine Begründung und einen Beschwerdeweg erhalten.

  4. Neue Wegwerfkonten ausbremsen

    Eine wirksame Sperre darf nicht mit einer neuen E-Mail-Adresse oder einem fremden Konto umgangen werden. Nach gesonderter Freigabe soll eine befristete pseudonyme Sperrkennung die Wiederanmeldung erschweren.

Transparenter Entwicklungsstand

Was heute gilt – und was erst nach Freigabe kommt.

Heute aktiv

Regeln, Meldungen und Zugriffsschutz

  • Betrug und Identitätstäuschung sind untersagt.
  • Serverseitige Rollen- und Zugriffsprüfungen erschweren unbefugte Aktionen.
  • Gemeldete Inhalte und Konten können geprüft und sanktioniert werden.
  • Schwere Maßnahmen sind begründungs- und beschwerdefähig vorgesehen.
Vor Aktivierung

Externe Identitätsbindung

  • Anbieter-, Länder- und Datenschutzfreigabe abschließen.
  • Barrierearme Alternative und menschliche Fehlerprüfung bereitstellen.
  • Pseudonyme Sperrkennung, Fristen und Löschung rechtlich freigeben.
  • Wirksamkeit und Fehlerraten im echten Betrieb messen.

Dokumentierter Branchenkontext

Betrügerische Werbung ist kein Randproblem.

≈ 16 Mrd. US-Dollarals interne Meta-Prognose berichtet

Reuters berichtete am 6. November 2025 anhand interner Dokumente, Meta habe für 2024 mit rund 10 Prozent seines Gesamtumsatzes aus Werbung für Betrugsangebote und verbotene Waren gerechnet. Meta bezeichnete die Schätzung als grob und zu weit gefasst.

Thomas Kehl und Finanzfluss berichten über den Missbrauch seines Gesichts und der Marke Finanzfluss für Scam-Anzeigen auf Facebook und Instagram sowie die deshalb eingereichte Klage gegen Meta. Über den Ausgang der Klage ist damit nichts gesagt.

Die Quellen dokumentieren das Branchenproblem. Sie belegen nicht die Wirksamkeit unseres noch nicht aktiven Modells.

Fragen und Antworten

Was Identitätsprüfung leisten kann – und was nicht.

Kann eine Identitätsprüfung Betrug vollständig verhindern?

Nein. Sie kann Wegwerfkonten und Sperrumgehung erschweren, ersetzt aber weder Aufmerksamkeit noch Meldungen, technische Sicherheit und menschliche Moderation.

Muss mein echter Name öffentlich sichtbar sein?

Nein. Öffentliche Pseudonyme bleiben vorgesehen. Die Bestätigung der Person und der öffentlich gewählte Anzeigename sind getrennte Dinge.

Führt eine Identitätsübereinstimmung automatisch zur Sperre?

Nein. Eine Identitätsübereinstimmung allein beweist keinen Regelverstoß. Für eine endgültige schwere Maßnahme sind eine fallbezogene Prüfung, Verhältnismäßigkeit und ein Beschwerdeweg vorgesehen.

Was geschieht mit gemeldeten Kontakten?

Hinweise werden nach Regelverstoß, Kontext, Schwere und Wiederholung geprüft. Je nach Ergebnis reichen Maßnahmen von einer Inhalts- oder Kontaktbeschränkung bis zur Kontosperre.